Klarstellung zum österreichischen Verfassungsschutzbericht 2017 vom Bundesministerium für Inneres.

Überraschenderweise wurde IMAN im österreichischen Verfassungsschutzbericht 2017 mit unerklärlichen Vorwürfen konfrontiert. Hierzu möchten wir auf folgende Passagen Stellung beziehen.

„Zwar können diese Gruppen (darunter IMAN) regional einer Szene zugeordnet werden, jedoch sind sie im gesamten Bundesgebiet aktiv; ihre Tätigkeiten sind insofern gesellschafts- und sicherheitspolitisch bedenklich, weil sie spaltende Tendenzen in der österreichischen Gesellschaft insgesamt und innerhalb der muslimischen im Besonderen fördern.“

Aus unseren Social-Media-Kanälen ist klar ersichtlich, dass unsere Arbeit transparent und jedem zugänglich ist. Würden diese Aktivitäten i.e. Dialoge auf den Straßen gesellschafts- und sicherheitspolitisch bedenklich sein und/oder zu spaltenden Tendenzen führen, hätte das IMAN Team keine stundenlangen Gespräche mit österreichischen Mitmenschen, Dialogveranstaltungen mit christlichen Gemeinden oder das Partizipieren an sozialen Projekten. Dies als reines Erscheinungsbild zu entwerten entbehrt jegliche Grundlage.

„In Propagandavideos lag im Jahr 2017 der Fokus darauf, andere Muslime dazu zu bewegen, auf den Straßen, am Arbeitsplatz oder in der Schule zu „missionieren“. Denn erst dann zeige sich die eigene Gläubigkeit.“

Hier das sogenannte Propagandavideo, worin im Grunde genommen die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen Muslimen und Anders- bzw. Nichtgläubigen hervorgehoben wird. Dass sich jedoch „erst dann der eigene Glaube zeige“ würde eine Exkommunizierung aller Nicht-Dawah aktiven Muslime bedeuten, das in den 59 Minuten an keiner Stelle erwähnt wird.

„In ihr (IMAN`s Anti Extremismus Erklärung) wird unter anderem festgehalten, dass „jegliche Form von physischer und psychischer Gewalt an unschuldigen Personen“ „missbilligt“ und „für nicht verantwortungsvoll“ befunden wird. Fraglich bleibt, warum nicht jegliche Form der Gewalt, sondern nur jene an „unschuldigen“ Menschen abgelehnt wird und wer die Grenzen zwischen „schuldig“ und „unschuldig“ zieht.“

Wir bedanken uns für diesen Hinweis. Die Anti-Extremismus Erklärung wurde zur Gänze konkretisiert.

Ihre Aktivitäten weisen Merkmale auf, die „über persönliche, geschweige denn spirituelle Religionsausübung hinausgehen und eindeutig politischen Bestrebungscharakter haben.“

Die Aktivitäten von IMAN sind in keiner Weise politisch angehaucht, geschweige denn politisch bestrebt.

„Traditionen und Bräuche anderer Religionen werden als verwerflich angesehen und ihre Anhänger – wenn auch nicht öffentlich – denunziert.“

IMAN hat eine persuasive Diskussionskultur und keine die Platz für Diffamierungen oder Denunzierungen zulässt. Dass die Mitglieder von IMAN einen religiösen Partikularismus vertreten bedeutet nicht, dass man tradierte Praktiken von Andersgläubigen schmäht. Dies wurde auch zu keiner Zeit getan. Auf die Annahme „Wenn auch nicht öffentlich“ folgen keine Begründungen, sondern lediglich eine Kette an Annahmen, welche eine zirkelschlüssige Argumentation darstellt. Gott sagt im Qur’an: 

„Und schmäht nicht diejenigen, die sie außer Allah anrufen, damit sie nicht in Übertretung ohne Wissen Allah schmähen!“ (6:108)

Beste Grüße,
IMAN Team

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